Corporate Responsibility Interface Center (cric e. V.) | Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage

glossar

A

Achtsamkeit

„Achtsamkeit hinsichtlich der Kapitalallokation kann dazu beitragen, dass Entscheidungsträger:innen langfristige Folgen ihrer Investitionen und die Auswirkungen auf ESG-Kriterien bewusst in ihre Entscheidung einbeziehen. „Ecosystems are under pressure due to high levels of material consumption. Subjective well-being sought through other means than material rewards could make an important contribution to sustainability. A wealth of research indicates that mindfulness contributes to subjective well-being by focusing the mind on the here and now, giving rise to stronger empathy and compassion, facilitating clarification of goals and values, and enabling people to avoid the “hedonic treadmill”. There is also a body of research that shows how subjective well-being, empathy, compassion, and non-materialistic/intrinsic values are associated with more sustainable behavior.“ (Quelle: Torgeir Ericson, Bjørn Gunaketu Kjønstad, Anders Barstad, Mindfulness and sustainability) mehr erfahren

Active Ownership

„Active Ownership gehört zu den ESG-Strategien. Hierbei werden die Rechte und der Einfluss, die aus Eigentum entstehen, vom Investor aktiv genutzt, um das Verhalten des Emittenten, zumeist Unternehmen, in Richtung stärkerer Nachhaltigkeit zu beeinflussen. Zu den Formen von Active Ownership gehören Engagement, Abstimmungspolitik, öffentliche Beiträge, die Suche nach Rechtsbehelfen, Anteilsreduktion bis hin zum Exit und Kollaborationen.“ (Quelle: https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-48502-3_3)

Additionalität

„Additionalität hat sich als zentraler Begriff im Bereich des nachhaltigen und insbesondere des wirkungsorientierten Investierens etabliert. Man spricht von Additionalität, wenn eine Investition zusätzliche Wirkung (Impact) erzeugt, die über das hinausgeht, was ohnehin passiert wäre – wenn also die Wirkung ohne die Aktivität des einen Investors nicht aufgetreten wäre.“ (Quelle: https://dvfa.de/wp-content/uploads/2025/12/DVFA_Positionspapier-Additionalitaet_2025_final.pdf)

Aktien

„Anteil an einer Aktiengesellschaft, der entsprechende Mitgliedschaftsrechte verbrieft. Die Aktie dient der AG zur Beschaffung von Eigenkapital.“ (Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/aktie-31763)

Aktiv beeinflussende Investmentstrategie

Investment Strategien, durch die man sich beteiligt, wie Engagement in Form von Dialog und auch Stimmrechtsausübung.

Asset Owner

„Inhaber:in von Vermögenswerten; Asset bezeichnet eine Ressource oder einen Vermögenswert, der einen wirtschaftlichen Wert hat und von einem Unternehmen, einer Organisation oder einer Einzelperson besessen wird.“ (Quelle: www.finanzen-lexikon.de)

Asset-Klassen

„Assetklassen (auch Anlageklassen genannt) sind Gruppen von Finanzinstrumenten, die ähnliche Merkmale und Risiken aufweisen. Die meisten institutionellen und privaten Investoren nutzen verschiedene Anlageklassen, um ihre Portfolios zu strukturieren und zu diversifizieren. Die wichtigsten Assetklassen umfassen Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien, Bargeld, Kryptowährungen und alternative Investments.“ (Quelle: https://stiftung-boerse.de/boersenwissen/grundlagen/ein-ueberblick-ueber-die-verschiedenen-assetklassen/)

Asset-Manager

„Der englische Begriff „Asset Management“ bezeichnet die Finanzdienstleistung der Verwaltung von Vermögen mit dem Ziel der Vermehrung der angelegten Finanzinstrumente. Ein Asset Manager (oder Vermögensverwalter) ist somit ein Unternehmen, welches die Verwaltung von Vermögen zum Geschäftszweck hat. Asset Manager bündeln die Ersparnisse von institutionellen Investoren und privaten Anlegenden und investieren diese möglichst gewinnbringend in die Weltwirtschaft.“ (Quelle: https://bankinghub.de/themen/asset-management)

Ausschlusskriterien

„Bei Ausschlusskriterien werden ökologische und soziale Mindestkriterien für die Auswahl von Wertpapieren festgelegt und damit ganze Branchen, Produkte oder auch Länder aus dem Investmentuniversum ausgeschlossen; entweder ganz oder innerhalb von Toleranzgrenzen.

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B

Biodiversität

„Der Begriff Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst die Vielfalt der Ökosysteme, der Tier- und Pflanzenarten und die genetische Vielfalt. Nach wissenschaftlichen Schätzungen befinden sich rund 80 Prozent der heute auf der Erde vorhandenen biologischen und genetischen Ressourcen in Entwicklungsländern⁠(Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Doch seit einigen Jahrzehnten vermindert sich weltweit die Biodiversität mit bedenklicher Geschwindigkeit: Natürliche Lebensräume werden vernichtet und die Aussterberate von Tieren und Pflanzen ist heute durch menschlichen Einfluss bis zu zehntausendmal höher als unter natürlichen Bedingungen.“ (Quelle: https://www.bmz.de/de/service/lexikon/biodiversitaet-14106)

BNE

„Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen.“ (Quelle: https://www.bne-portal.de/bne/de/einstieg/was-ist-bne/was-ist-bne.html)

C

Cooler Earth – Higher Benefits (Third Edition) des Ökumenischen Rates der Kirchen

„Dieses Dokument wurde vom Kinderrechtsprogramm des WCC als Reaktion auf Bitten von Kindern und Jugendlichen entwickelt, die Erwachsene auffordern, Lösungen für die Klimakrise zu finden. Dies ist die dritte aktualisierte Ausgabe. Die Forschung untersucht die Auswirkungen finanzieller Entscheidungen auf die globale Erwärmung und untersucht verwandte Lösungen, die die CO2-Emissionskurve (auch „Keeling-Kurve“ genannt) biegen können. Es teilt Informationen, bewährte Praktiken und Vorschläge zur Effizienz finanzieller Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Es zielt darauf ab, Diskussionen und Unterschiede zwischen Arbeitsgruppen und Entscheidungsträgern zu unterstützen, die einflussreiche Strategien zur Bewältigung der Klimakrise in Betracht ziehen möchten.“ (https://www.oikoumene.org/sites/default/files/2022-08/CoolerEarth3_web.pdf)

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D

DNSH

Do No Significant Harm (DNSH)

E

Engagement

Die Formen des Engagements reichen von dem Managementdialog hin zur aktiven Stimmrechtsausübung bei Aktionärsversammlungen bis zum Einbringen von Aktionärsanträgen. Auf diese Weise werden die Unternehmen mit den ethischen, ökologischen und sozialen Aspekten ihres Wirtschaftens konfrontiert mit dem Ziel, sie zu einer Steigerung von Nachhaltigkeit zu bewegen.

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ESG

Umwelt (Environment), Soziales (Social), Gute Unternehmensführung (Governance). ESG-Kriterien beinhalten die Umweltkriterien wie Klimaschutz, Umweltschutz, Einsatz erneuerbarer Energien, Emissionsreduktion, Biodiversität und Artenvielfalt und Kriterien zu Soziales wie Arbeitssicherheit, Einhaltung der Arbeitsrechte, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit und Gesundheitsschutz, so wie auch gute Unternehmensführung mit Kriterien wie Qualität der Berichterstattung, unabhängige und transparente Aufsichts- und Stakeholderstrukturen, Strukturen und Vorgehen gehen gegen Korruption, Bilanzfälschungen und Steuervergehen.

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ESG-Integration

Die ESG-Integration ist mittlerweile fester Bestandteil von nachhaltigen Investment Strategien geworden, hier wird im Rahmen der Risikoanalyse nach ESG-Kriterien das Portfolio gescreent.

Ethisch-nachhaltiges Investment

Ethisch-nachhaltiges Investieren basiert auf der Überzeugung, dass man durch die Art der Geldanlage wirtschaftliche Abläufe und damit auch die Realität menschlichen Lebens mitgestalten kann. Geld ethisch-nachhaltig zu investieren, bedeutet also, die Chance der Mitgestaltung unserer Welt zu ergreifen und sozial verantwortlichen und ökologisch zukunftsfähigen Wirtschaftsweisen zum Durchbruch zu verhelfen.

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EU-Taxonomie

„Die europäische Taxonomieverordnung (Taxonomy RegulationTRVO (EU) 2020/852) legt ein einheitliches System von Kriterien fest, anhand dessen sich bestimmen lässt, ob eine wirtschaftliche Tätigkeit als ökologisch nachhaltig einzustufen ist. Die Verordnung trat im Juli 2020 in Kraft und ist seit Januar 2022 anzuwenden. Im Rahmen des Omnibus-Pakets vom 26. Februar 2025 hat die Europäische Kommission Vorschläge zur Änderung der Delegierten Verordnungen zur Taxonomieverordnung konsultiert.“ (Quelle: BaFin – EU-Taxonomieverordnung)

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F

Fördernde Investmentstrategien

Fördernde Investment Strategien umfasst Positives Screening, Best-in-Class, Normbasiertes Screening, Thematisches Investment und Impact Investing.

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I

IFRS

International Financial Reporting Standards…

Impact Investing

Fördert Investments in Organisationen, Projekte u.ä. die eine spezielle Nachhaltigkeitswirkung entfalten.

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K

Katholische Soziallehre

„Die katholische Soziallehre setzt sich mit den (öko)sozialen Herausforderungen der jeweiligen Zeit auseinander und nimmt dazu Stellung. Seit der ersten Sozialenzyklika „Rerum Novarum“ 1891 haben sich manche Problemstellungen verändert, andere sind erst jetzt bewusstgeworden. In der letzten 2015 erschienen Sozialenzyklika Laudato si‘ geht es um die ökosoziale Krise, ihre Ursachen und die Handlungsnotwendigkeiten, damit ein gutes Leben in und mit der Schöpfung möglich wird bzw. bleibt.“

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Klimagerechtigkeit

„Das Konzept der Klimagerechtigkeit setzt den menschengemachten Klimawandel⁠ in Verbindung zu Themen wie Gleichheit, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit. Am stärksten leiden jene Länder und Bevölkerungsgruppen unter den Folgen der Klimaerwärmung , die bisher am wenigsten dazu beigetragen haben. Besonders betroffen sind wirtschaftlich benachteiligte Länder. Dazu zählen viele Staaten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien, oft als Länder des Globalen Südens⁠(Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bezeichnet. Zusätzlich trifft es benachteiligte Gruppen, wie etwa indigene Gemeinschaften, Kleinbäuerinnen und -bauern, Frauen, Kinder sowie alte und kranke Menschen.“ (Quelle: Klimagerechtigkeit | BMZ)

L

Laudato Si

Enzyklika LAUDATO SI‘ von Papst Franziskus über die Sorge für das gemeinsame Haus

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M

Mensuram Bonam

Glaubensbasierte Maßstäbe für katholische Kapitalanleger: Ein Ausgangspunkt und Aufruf zum Handeln

„Mensuram Bonam“: Glaubensbasierte Maßstäbe für katholische Kapitalanleger: Ein Ausgangspunkt und Aufruf zum Handeln.

2024 hat die katholische Kirche ethische Leitlinien für glaubenskonformes Investments verfasst.

Die bisher maßgebliche Trias „Fördern, Verändern, Verhindern“ wurde weiterentwickelt in die Leitbegriffe „Positionieren, Stimulieren, Transformieren“, so Rosenberger.

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N

Normbasiertes Screening

Normbasierte Screening fördert Anlagen nach der Konformität mit internationalen Standards und Normen, wie bspw. der UN-Global Compact oder der ILO-Kernarbeitsnormen.

Normbasiertes Screening

Normbasierte Screening fördert Anlagen nach der Konformität mit internationalen Standards und Normen, wie bspw. der UN-Global Compact oder der ILO-Kernarbeitsnormen.

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P

Positives Screening

Positives Screening umfasst die Auswahl von Pionieren der Nachhaltigkeit oder Firmen mit einem überzeugenden Umweltmanagementsystem.

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S

SDG

„Am 1. Januar 2016 traten die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung – die im September 2015 von den Weltführern auf einem historischen UN-Gipfel verabschiedet wurden – offiziell in Kraft. In den nächsten fünfzehn Jahren werden die Länder mit diesen neuen Zielen, die universell für alle gelten, Anstrengungen mobilisieren, um alle Formen von Armut zu beenden, Ungleichheiten zu bekämpfen und den Klimawandel zu bekämpfen, während sie sicherstellen, dass niemand zurückbleibt.“ (Quelle: https://www.un.org/sustainabledevelopment/development-agenda-retired/)

T

TCFD

Task Force on Climate-related Financial Disclosures

Eine internationale Initiative zur Verbesserung der Transparenz über Klimarisiken in Unternehmen und Finanzmärkten. Mit der Veröffentlichung ihres Statusberichts 2023 am 12. Oktober 2023 hat die TCFD ihren Auftrag erfüllt und sich aufgelöst.

Thematisches Investment

Thematische Investments bezeichnen eine Investmentstrategie, die in Bezug auf ESG- oder Nachhaltigkeitsthemen spezielle Bereiche anvisiert, wie z.B. Erneuerbare Energien.

Transitorische Risiken

Transitorische Risiken, wie zu erwartende gesetzgeberische Änderungen über z.B. Verbote ehemaliger Technologien und Rohstoffe, Einführung und Erhöhung von Abgaben und Steuern sowie auch mögliche Effekte von verändertem Verhalten von Investor:innen und Verbraucher:innen.

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V

Venture Philanthropie

„A high-engagement and long-term approach to generating societal impact through three core practices: tailored financing ; added-value support services to strengthen their organisational resilience and financial sustainability and impact measurement and management. (Source: European Venture Philanthropy Association (2016) A practical guide to venture philanthropy and social impact investment)“

Verantwortlich Investierende

Der Titel der Definition lautet „cric-Definition verantwortlich Investierender“. Das hat seinen Grund: während andere Definitionen darauf abzielen zu beschreiben, was ein ethisches oder nachhaltiges Geldanlageprodukt ausmacht und sich damit auf Anlageobjekte beziehen, zielt die cric-Definition auf das Anlagesubjekt. Es geht also darum zu klären, welche Eigenschaften für verantwortliche Investorinnen und Investoren charakteristisch sind.

Uns erscheint dieser Fokus auf das Anlagesubjekt zentral, weil der Investierende der Ausgangspunkt der Investmententscheidung ist und dessen Investmentziele und -motive bislang von der ethischen Betrachtung nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Herauszuarbeiten, unter welchen Bedingungen man verantwortlich investieren kann und was jemanden zu einem verantwortlichen Investor bzw. zu einer verantwortlichen Investorin machen kann, war das Ziel unserer Definition.

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Vermeidende Investmentstrategien

Bei Ausschlusskriterien werden ökologische und soziale Mindestkriterien für die Auswahl von Wertpapieren festgelegt und damit ganze Branchen, Produkte oder auch Länder aus dem Investmentuniversum ausgeschlossen; entweder ganz oder innerhalb von Toleranzgrenzen.

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W