

Online-Webinar mit Dr. Catherine Marchewitz – Registrierung jetzt möglich
Wann? Am 07.05.2026 von 16:00 – 17:30 Uhr
Wo? Online
This webinar will explore the current state of taxonomy implementation, bringing together experts and practitioners to share experiences and insights. It will combine analytical evidence with practical perspectives to better understand how taxonomies are being applied in real-world contexts and what challenges stakeholders are facing.
Catherine Marchewitz is Managing Director at Governance & Values at Stewardship Professionals. She has many years of experience in governance and sustainable finance in academia (DIW Berlin, Frankfurt School of Finance & Management, TU Darmstadt) as well as in marketing, corporate communications and business development in the financial sector (including LRI Group, Aquila Capital, KBC Asset Management). Her research focuses on questions concerning the role of financial markets, the real economy, and regulation in the transformation to climate neutrality. This includes investor stewardship as a lever for mobilizing private capital, transition plans as a strategic management tool for companies, and taxonomies for sustainable finance and their contribution to financing the transition to climate neutrality. She is a member of cricTANK and on the jury for the Sustainable Finance Award.
Registrierungslink: https://events.teams.microsoft.com/event/206b1cd6-a4a0-4781-a269-7191cac2e7e8@d1b20122-e36c-4d67-9f84-cfdf1bf440b4
Quelle Beitragsbild: Foto von Francesco Gallarotti auf Unsplash
Am 21. Mai 2026 findet die dritte Veranstaltung unserer Veranstaltungsreihe Klimagerechtigkeit statt, die im Rahmen einer Projektförderung von Engagement Global finanziert wird. Die Veranstaltungsreihe führt in neue und aktuelle Themen der ethisch-nachhaltigen Geldanlage ein und vertieft die Auseinandersetzung zudem durch exklusive Vorträge von Expert:innen und Praktiker:innen mit anschließenden Diskussionen. Es werden insgesamt acht Online-Veranstaltungen von Februar bis Dezember 2026 und eine Konferenz in Präsenz in Frankfurt am Main im Juni 2026 stattfinden.
https://zoom.us/j/91439173535?pwd=qKa3IEDhfdEzTCQ1aH5INzGhUhsYjE.1
https://zoom.us/launch/jc/91439173535
Dritter Termin
21.05.2026 – 13:00 Uhr – 14:00 Uhr
„Energie als Hebel nutzen: Afrikas Weg zu nachhaltigem Wachstum“, mit Dr. Moritz Isenmann von Invest in Visions und Christian Hiller von Gaertringen von Africa Partners.
Afrika steht vor einem enormen Energiebedarf – und einer historischen Chance. Wir zeigen, wie Solarenergie, Infrastruktur und ELTIF-Investments Klimagerechtigkeit und wirtschaftlichen Aufschwung verbinden.
Dr. Moritz Isenmann ist ausgebildeter Historiker. Bevor er in die Finanzbranche wechselte, hatte er eine wissenschaftliche Stelle an der Universität zu Köln inne, wo er 2016 seine Habilitation in Neuerer Geschichte abschloss. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich insbesondere auf Wirtschaftsgeschichte und Wirtschaftsethik. Seit 2019 ist Moritz Isenmann als Senior Impact and Sustainability Manager bei der Invest in Visions GmbH tätig, wo zu seinen Aufgaben die Analyse und Messung von Nachhaltigkeitsauswirkungen gehören. Darüber hinaus ist er als Produktmanager für Investitionen in erneuerbare Energien tätig.
Christian Hiller von Gaertringen ist in Deutschland ein führender Journalist für Wirtschaft und Finanzmärkte in Afrika. Auf Substack veröffentlicht er den wöchentlichen Blog Capital News Africa. In Lyon und Wien studierte er Wirtschaftswissenschaften und absolvierte an der Université Lumière Lyon 2 die Maîtrise ès Sciences Économiques. Nach einem Volontariat an der Georg-von-Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten arbeitete er als Redakteur für Wirtschaftswoche, Die Welt, Le Monde und 16 Jahre lang für die FAZ.
Die Invest in Visions GmbH wurde 2006 von Edda Schröder mit der Vision gegründet, institutionellen und privaten Anlegern in Deutschland Zugang zu Impact-Investments zu verschaffen. Im Jahr 2011 erreichte Invest in Visions einen bedeutenden Meilenstein: Gemeinsam mit der HANSAINVEST GmbH legte das Unternehmen den ersten Mikrofinanzfonds in Deutschland auf, der auch privaten Anlegern offensteht. Im Jahr 2025 folgte ein weiterer innovativer Schritt: In Zusammenarbeit mit HANSAINVEST LUX wurde der IIV Solar Electrification Debt ELTIF aufgelegt, der erste europäische Investmentfonds, der sich der Finanzierung der netzunabhängigen Stromversorgung in Subsahara-Afrika widmet.
Studien/weiterführende Infos:
Der reformierte ELTIF und Impact Investing – Invest In Visions
Markets in Motion Ghana – Invest In Visions
Die Veranstaltungsreihe Klimagerechtigkeit wird
gefördert durch:

mit Mitteln des:

Am 23. April 2026 führen wir unsere Veranstaltungsreihe Klimagerechtigkeit fort, die im Rahmen einer Projektförderung von Engagement Global finanziert wird.
Die Veranstaltung führt in neue und aktuelle Themen der ethisch-nachhaltigen Geldanlage ein und vertieft die Auseinandersetzung zudem durch exklusive Vorträge von Expert:innen und Praktiker:innen mit anschließenden Diskussionen. Es werden insgesamt acht Online-Veranstaltungen von Februar bis Dezember 2026 und eine Konferenz in Präsenz in Frankfurt am Main im Juni 2026 stattfinden.
Zweiter Termin
23.04.2026 – 13:00 Uhr – 14:00 Uhr
„Von Kompensation zu Glaubwürdigkeit: Echte Klimawirkung durch Klimaschutzbeiträge“, mit Kirsten Gade, Brot für die Welt, und Martin Ihm, Klima-Kollekte.
Brot für die Welt setzt sich für eine gerechte Welt ein, in der jeder Mensch in Würde lebt, gleiche Rechte hat, in der die Ressourcen fair verteilt sind und die planetaren Grenzen heute und in Zukunft geachtet werden. Das christliche Selbstverständnis prägt das Engagement. Gemeinsam mit rd. 1.600 Partnerorganisationen ermöglicht Brot für die Welt in mehr als 80 Ländern, dass benachteiligte Menschen ihre Lebenssituation aus eigener Kraft nachhaltig verbessern. Brot für die Welt setzt sich für Menschenrechte, Frieden, eine starke Demokratie, Zugang zu Bildung, Gesundheit und Wasser und gegen Hunger, Armut und die Folgen des Klimawandel ein. Brot für die Welt ist mehr als eine Hilfsorganisation und versteht sich als Teil einer globalen Zivilgesellschaft, denn zusammen können wir etwas bewegen.
Kirsten Gade ist seit 2010 bei Brot für die Welt Ansprechpartnerin für die Finanzierung von Klimaschutzprojekten mit Fokus Klimagerechtigkeit und Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele, u.a. im Rahmen des Null Grad Invest Fonds. Sie entwickelt Klimaschutzfinanzierungsstrategien und unterstützt Brot für die Welt-Partnerorganisationen und deren Sozialunternehmen bei der Konzeption und Umsetzung zertifizierter Klimaschutzprojekte. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit in verschiedenen Regionen Asiens, Afrikas und des Pazifiks sowie im freiwilligen Markt für Emissionsminderungen.
Die Klima-Kollekte gGmbH wurde 2011 als kirchlicher CO₂-Kompensationsfonds gegründet und hat sich seitdem als Anbieter hochwertiger Carbon Credits etabliert. Diese zeichnen sich durch umfassende positive Entwicklungswirkungen aus und heben sich damit deutlich von anderen Angeboten am Markt ab. Die Kernaktivität der Klima-Kollekte ist also die Vermarktung zertifizierter CO₂-Einsparungen aus Klimaschutzprojekten der Partnerorganisationen ihrer Gesellschafter über den freiwilligen Kohlenstoffmarkt. Angesichts der mangelnden Integrität dieses Marktes und der Umsetzung des Pariser Übereinkommens legt die Klima-Kollekte seit 2024 ihren Schwerpunkt auf Klimafinanzierung. Dabei vermarktet sie Carbon Credits nach einem Beitragsmodell, dem sog. Contribution Claim-Ansatz. Mit dem neuen KlimaPlusBeitrag rückt sie das Engagement und die Verantwortung für das globale Netto-Null-Ziel im Sinne des Pariser Abkommens in den Mittelpunkt. Darüber hinaus bietet die Klima-Kollekte die Bilanzierung von Treibhausgasemissionen an und informiert über den Mehrwert von Klimaschutzprojekten im Globalen Süden.
Martin Ihm ist seit 2023 Geschäftsführer der Klima‑Kollekte gGmbH und treibt in dieser Rolle die strategische Weiterentwicklung des Geschäftsmodells von klassischer CO₂‑Kompensation hin zu Klimafinanzierung voran. Er studierte Sozialwissenschaften und Agrarökonomik und sammelte langjährige Erfahrung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Unter anderem arbeitete er für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Malawi sowie für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) in Äthiopien.
Die Veranstaltungsreihe Klimagerechtigkeit wird
gefördert durch:

mit Mitteln des:

Anmeldung:
Am 19. Februar 2026 fand die Auftaktveranstaltung unserer Veranstaltungsreihe Klimagerechtigkeit unter dem Titel „De-Risking the planet: Wie Kapital globale Klimagerechtigkeit finanziert“ online statt. Zur Einführung stellten Ute Sudmann, Bereichsleiterin zukunftsfähiger Finanzflüsse von Germanwatch e.V. und Jessica Bodmann, Head of Oikocredit Germany aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practices rund um Klimafinanzierung und Klimagerechtigkeit vor. Mit insgesamt 55 Teilnehmenden diskutierten sie anschließend Fragen zur Klimagerechtigkeit und Klimafinanzierung.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden für das große Interesse und den spannenden Austausch.
Zunächst führte Ute Sudmann, Bereichsleiterin zukunftsfähiger Finanzflüsse von Germanwatch e.V. in die grundlegenden Zusammenhänge der Thematik Klimagerechtigkeit ein. Germanwatch e.V. setzt sich für eine zukunftsfähige globale Entwicklung ein. Mit zahlreichen Grafiken belegte Ute Sudmann, dass die entwickelten Länder die Hauptemittenten von klimaschädlichem CO2 sind, während die Entwicklungs- oder Schwellenländer am stärksten unter den Auswirkungen wie Dürren und Überschwemmungen leiden. Dabei haben die Entwicklungs- und Schwellenländer im Vergleich einen geringen CO2-Ausstoß pro Kopf. Frau Sudmann fasste zusammen, dass zur Klimafinanzierung die fünffache Menge des Geldes nötig wäre, welches zum aktuellen Zeitpunkt eingesetzt wird. Unter Klimafinanzierung werden sowohl die Vermeidung als auch die Adaptation verstanden, welches auf die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zielt.
Im Anschluss stellte Jessica Bodmann, Head of Germany bei Oikocredit, konkrete Praxisbeispiele aus den Tätigkeiten von Oikocredit vor. Oikocredit ist eine Genossenschaft, die bei Finanzierungen eine nachhaltige Entwicklung als Kriterium zugrunde legt. Frau Bodmann zeigte hierzu beeindruckende Zahlen auf. So hat Oikocredit durch seine Finanzierungsaktivitäten im Jahr 2024 beispielsweise 608.900 Tonnen CO2 eingespart und 7,64 Millionen Arbeitsplätze erhalten oder geschaffen. Die vier Bereiche der Klimafinanzierung von Oikocredit sind hierbei (1) die Schaffung einer klimaresistenten Infrastruktur, (2) nachhaltige Lebensmittelsysteme, (3) Carbon Finance für Gemeinden, Kleinbäuer*innen und MKMU und schließlich (4) technologiegestützte Plattformen und Ökosystem-Gestalter. Zentral ist hierbei, wie Jessica Bodmann es treffend formulierte: „Die Klimakrise ist Lebensrealität für viele Menschen im globalen Süden. Was können wir tun?“
Die Vorträge erhielten großen virtuellen Applaus und durch die anschließende Fragerunde und Diskussion wurden die Inhalte tiefergehend kritisch beleuchtet und die Themenspanne zur Klimagerechtigkeit noch breiter aufgespannt. Teilnehmende verwiesen auf die Bedeutung von technischen und wirtschaftlichen Argumenten neben der ethisch-theoretischen Argumentation zur Klimafinanzierung. So verdeutlichte ein Teilnehmer, dass Klimafinanzierung nicht nur eine theoretische Idee bleiben, sondern sich in der Praxis auch rechnen müsse und gerade hierfür sei Oikocredit das perfekte Beispiel. Jessica Bodmanns Praxisbeispiele hatten ihn überzeugt. Weitere Teilnehmerstimmen zeigten auf, dass wirtschaftliche Argumente insbesondere ausschlaggebend seien angesichts der aktuellen politischen Lage. Erneuerbare Energien seien günstiger und insofern seien die derzeitigen politischen Rückschritte in den USA und der EU wirtschaftlich ohne nachvollziehbaren Grund. Die Lobbyarbeit von Unterstützern der fossilen Energien scheinen in dieser Hinsicht erfolgreich gewesen zu sein (Buchtipp aus dem Publikum: Susanne Götze, Die Sicherheitslüge). Nachhaltigkeit und Klimawandel haben in der aktuellen Politik und auch aufgrund der zahlreichen akuten Krisen kaum noch einen hohen Stellenwert im Alltag (Buchtipp aus dem Publikum: Christian Stökker, Männer, die die Welt verbrennen).
Weitere Aspekte der Diskussion waren der tatsächliche Kapitalbedarf und das notwendige Zusammenspiel von privaten und öffentlichen Investitionen. Beispielsweise sei die Zeit der Fertigstellung von einem lokalen Projekt zur Stromgenerierung abhängig von der öffentlichen Infrastruktur zur Einspeisung in die gemeinschaftlichen Stromleitungen. Öffentliche Gelder werden insbesondere für Klimaanpassungsmaßnahmen wie Frühwarnsysteme oder Hochwasserschutz benötigt, da hier keine oder nur kleine Renditen zu erwarten sind, die keine privaten Investor:innen anziehen. Die öffentlichen Mittel wachsen auch in dieser Hinsicht leider nicht in dem erforderlichen Maße. Claudia Tober, Geschäftsführerin von cric e.V. stellte die abschließende Frage, warum wir diese große Finanzierungslücke haben. Weitere Teilnehmende betonten außerdem die Bedeutung landwirtschaftlicher Projekte unter dem Aspekt der Biodiversität und den Ausbau von Bildungsprojekten zur Sensibilisierung und Aufklärung zum Klimawandel und einer Ausbildung in geeigneten Maßnahmen zur Vermeidung und Anpassung.
Wir haben im Nachgang äußerst positive Rückmeldungen zur Veranstaltung erhalten. Die nächsten Veranstaltungen sind in Planung. Melden Sie sich gerne direkt für die nächsten Veranstaltung zum Thema Klimagerechtigkeit an und schnuppern Sie in unseren Wissensressourcen nach spannenden Informationen.
Wissensressourcen zur Veranstaltung stehen Ihnen unter den folgenden Links zur Verfügung:
Bei cric e.V. stehen Claudia Tober und Sissy-Ve Basmer-Birkenfeld für weitere Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Die Veranstaltungsreihe wird
gefördert durch:

mit Mitteln des:

Quelle Titelbild: Foto von micheile henderson auf Unsplash
Die aktuelle Ausgabe der Reihe „NKI Research“ beschäftigt sich mit den Grundlagen und Risiken des Tiefseebergbaus, analysiert aktuelle politische und gesellschaftliche Initiativen für ein Moratorium und beleuchtet, welche Bedeutung dieses Thema für die (nachhaltige) Kapitalanlage haben kann.
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